Vom 23. bis 25. April 2025 habe ich an der 16. internationalen Konferenz Robotics in Education (RiE) teilgenommen. Diese Veranstaltung bringt Wissenschaftlerinnen, Lehrkräfte und Bildungsexperten aus aller Welt zusammen, um innovative Ansätze rund um Robotik im Bildungsbereich zu diskutieren.
Was mich an der RiE besonders begeistert hat: Hier geht es nicht nur darum, Robotik als Technik zu schulen. Vielmehr wird Robotik als Türöffner genutzt, um ganz andere Kompetenzen zu entwickeln – von Teamarbeit über kreative Problemlösung bis hin zu reflektiertem Lernen.

Bestätigung für bewährte Prinzipien
Viele zentrale Ideen, die ich bereits in meinen Workshops anwende, wurden durch die Vorträge und Diskussionen auf der Konferenz eindrucksvoll bestätigt:
- Projektarbeit als Motor für Lernen: Lernaktivitäten sollten zeitlich begrenzt, zielgerichtet und im Team stattfinden. Das fördert nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Eigenverantwortung und Kooperation.
- Exploratives Lernen statt fertiger Lösungen: Lernende sollen eigenständig neue Wege ausprobieren dürfen. Wenn das gelingt, fordern sie oft mehr Herausforderungen, als ursprünglich geplant – ein klares Zeichen für echtes Engagement.
- Kurze Feedback-Schleifen und Reflexion: Schnelle Rückmeldungen und bewusste Reflexionsphasen sind essenziell, damit Erfahrungen zu nachhaltigem Lernen führen.
Brücke zu meinen eigenen Workshops
Ein schönes Beispiel, wie diese Prinzipien in der Praxis funktionieren, war der Workshop bei RIXCOM im Dezember 2024. Auch dort standen Roboter im Mittelpunkt – nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel, um etwas anderes zu erreichen: den Teamgeist zu stärken und die Bereitschaft zu fördern, sich gegenseitig aktiv um Hilfe zu bitten.
Durch das spielerische Setting konnten die Teilnehmenden nicht nur Neues ausprobieren, sondern auch unmittelbar erleben, wie produktiv und bereichernd echte Zusammenarbeit ist.

Fazit: Robotik funktioniert als Schlüssel zu neuen Lernwelten
Die RiE 2025 hat mir einmal mehr gezeigt:
Robotik im Bildungsbereich ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Werkzeug, um Türen zu öffnen – zu neuen Kompetenzen, neuen Denkweisen und neuer Freude am Lernen.
Diese Erkenntnisse nehme ich mit und freue mich darauf, sie in zukünftige Workshops der Neue Horizonte Werkstatt einzubringen.
